Sommer-Käseplatte leicht: Tiroler Aufbau in 3 Schritten

Sommer-Käseplatte leicht: Tiroler Aufbau in 3 Schritten

Sommer-Käseplatte leicht: Tiroler Aufbau in 3 Schritten

Der Hartkäse bleibt heute im Kühlschrank. An warmen Tagen — auf der Terrasse, beim Picknick, zum Apéro — braucht es Käse mit weniger Druck und mehr Leichtigkeit. Drei Käse aus Tirol, eine Mostarda, ein Sirup: Das reicht vollständig aus.


Schritt 1: Der Weichkäse — cremig, mild, der Ankerpunkt

Der Rotholzer Ziegen- oder Schafcamembert übernimmt die Rolle, die auf einer schweren Winterplatte ein würziger Bergkäse einnimmt. Hier: ein weicher, cremiger Einstieg. Die Rinde ist essbar, der Kern schmelzend — bei Raumtemperatur öffnet er sich ganz anders als direkt aus dem Kühlschrank.

Temperatur-Tipp: Mindestens 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Ein kalter Camembert bleibt stumm — Aroma und Textur brauchen die Wärme, um sich zu entfalten. Das gilt für alle drei Käse auf dieser Platte.

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Schritt 2: Der Schnittkäse — Mitte und Bindung

Als zweite Säule kommt ein milder Schnittkäse auf die Platte: der Schaf-Schnittkäse oder — wenn's ein bisschen mehr sein darf — der Alpbacher Trüffelkäse. Beide liegen geschmacklich im mittleren Bereich: keine scharfen Kanten, kein zu dominanter Abgang. Sie halten die Platte zusammen.

Der Alpbacher Trüffelkäse bringt dabei eine dezente Erdigkeit mit, die gut neben der Birnen-Quitten-Mostarda mit Trüffel sitzt — die beiden sprechen dieselbe Sprache, ohne sich zu wiederholen. Den Schaf-Schnittkäse in dünne Scheiben schneiden: Er ist der Ruhepol auf der Platte, den man zwischendurch braucht.


Schritt 3: Der würzige Kontrast — klein, aber präsent

Eine leichte Jausn im Sommer bedeutet nicht: geschmacklos. Der dritte Käse — eine kleine Scheibe Protein-Käse oder Bierkäse — setzt den Kontrast. Würzig, kompakt, mit Biss. Er weckt auf.

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Die Scheibe bleibt klein — das ist gewollt. Der Bierkäse oder Protein-Käse ist kein Hauptdarsteller, er ist die Würze am Ende.


Die Begleitung: Mostarda, Sirup, Brot, Trauben

Vier Ergänzungen — mehr braucht es nicht:

  • Birnen-Quitten-Mostarda mit Trüffel: Fruchtig-scharf, die Schärfe aus Senföl kommt langsam nach. Passt zum Weichkäse und zum Trüffelkäse gleichermaßen.
  • Hollerblüten-Sirup-Reduktion: Ein paar Tropfen auf dem Camembert oder neben den Trauben — blumig, leicht, typisch für den Tiroler Sommer.
  • Frisches Brot: Kein Knäckebrot, kein Cracker-Sortiment. Ein gutes, luftiges Brot reicht. Es soll tragen, nicht ablenken.
  • Trauben: Einfach, kühl, der natürliche Kontrast zur Cremigkeit des Weichkäses.

Die Platte — wie sie zusammenkommt

Keine Symmetrie erzwingen. Den Camembert in die Mitte, den Schnittkäse daneben, den würzigen Käse als kleine Scheiben an den Rand. Die Mostarda in einem kleinen Schälchen. Die Hollerblüten-Reduktion tropfenweise direkt auf den Weichkäse oder in einem zweiten Schälchen. Brot daneben, Trauben locker verteilt.

Fertig. Das ist eine Sommer-Käseplatte aus Tirol, die auf der Terrasse funktioniert — beim Picknick genauso. Ehrlich g'schmackig, ohne Aufwand.


Diese Platte ist Teil des Pillar-Themas Sommer-Käse leicht gedacht: Tiroler Käse, die an heißen Tagen das Richtige sind. Käse für Salat und Pasta im Sommer gibt's hier: Käse für Salat und Pasta — Sommer in Tirol.