Allerheiligen: Striezel, Suppe & warme Küche

Allerheiligen: Striezel, Suppe & warme Küche

Allerheiligen: Striezel, Suppe & warme Küche

Der 1. November beginnt still. Friedhof, Kerzen, die kurze Kälte des Novembermorgens — und danach der Weg nach Hause.

Der Godn-Striezel

An Allerheiligen gehört der geflochtene Striezel dazu wie das Kerzenlicht. Die Godn — die Patin — bringt ihn dem Patenkind: ein süß duftendes Hefegebäck, goldgelb geflochten, leicht glänzend. Kein großes Geschenk, aber ein echtes. Der süßliche Hefeduft hängt noch in der Küche, wenn man längst vom Friedhof zurück ist.

Allerheiligen-Striezel sind in ganz Österreich Tradition — das Gebäck steht für Verbundenheit, für das Band zwischen Patin und Patenkind, das still und ohne viele Worte auskommt.

Vom Friedhof in die warme Küche

Wer den Novemberwind kennt, weiß, was man danach braucht: etwas Dampfendes. Eine klare Rindsuppe mit Kaspressknödeln, die außen geröstet und innen weich sind. Oder eine kräftige Suppe mit Scheiben Kaminwurzen — das rauchige Aroma passt zu diesem ruhigen Tag wie kaum an einem anderen.

Tiroler Käsesuppe

Die Kaspressknödel-Suppe ist dabei kein aufwändiges Gericht — sie braucht nur Zeit und guten Bergkäse. Wie sie gelingt, steht in unserem Tiroler Kaspressknödel-Rezept.

Ein Tag, der Ruhe verdient

Allerheiligen ist kein Feiertag für große Tafel-Momente. Er gehört zum stillen Teil des Jahres — wie der Übergang vom Oktober in den dunklen November es immer war. Die Allerheiligen Essen Tradition in Tirol ist bodenständig: Striezel am Vormittag, warme Suppe am Mittag, der Rest des Tages gehört der Familie.

Mehr zu anderen Tiroler Feiertagen — vom Nationalfeiertag-Brunch bis zum Nikolo-Abend — findest du in unserem Überblick: Der Tiroler Feiertagskalender. Wer es etwas festlicher mag, findet beim Nationalfeiertag-Brunch und beim Nikolo-Abend-Menü weitere Ideen für die Tage davor und danach.