Die perfekte Tiroler Jause – Rezept, Zutaten & Tipps aus dem Zillertal

Die perfekte Tiroler Jause – Rezept, Zutaten & Tipps aus dem Zillertal - TIROLISH

Von tirolish.at · Lesezeit: ca. 7 Minuten

Es gibt Momente, die brauchen keine große Bühne. Ein Brett, ein scharfes Messer, ein paar gute Freunde – und Käse und Speck, die wirklich nach etwas schmecken. Die Tiroler Jause ist genau das: ehrliches Essen, das verbindet. Kein Schnickschnack, kein Fusionskram. Nur handwerklich gemachte Spezialitäten, die direkt von den Bauernhöfen und Sennereien des Zillertals zu dir kommen.

In diesem Artikel zeigen wir dir, wie eine echte Tiroler Jause aussieht, welche Zutaten wirklich dazugehören – und wie du sie zuhause genauso aufbaust, wie man's bei uns in Tirol macht.


Was ist eine Tiroler Jause überhaupt?

Das Wort „Jause" kennen die meisten in Deutschland als „Brotzeit" – aber in Tirol steckt mehr dahinter. Eine Jause ist kein schnelles Mittagessen, sie ist ein Ritual. Man nimmt sich Zeit. Man sitzt zusammen. Und man isst Dinge, die einen Ort haben.

Traditionell wurde die Jause auf den Almen gegessen – von Sennern und Bauern, die lange Arbeitstage vor sich hatten und sich mit dem stärken mussten, was die Region hergab: Käse aus der eigenen Sennerei, Speck vom lokalen Metzger, dunkles Brot, Butter, vielleicht ein Schnaps.

Heute ist die Tiroler Jause vor allem eines: ein Stück Heimat, das man auch zuhause erleben kann – egal ob in Wien, München oder Hamburg.


Die Zutaten einer echten Tiroler Jause

Eine gute Jause steht und fällt mit der Qualität der Produkte. Kein Rezept der Welt rettet mittelmäßigen Supermarktkäse. Deshalb: lieber wenige, dafür ausgezeichnete Zutaten.

🧀 Der Käse – das Herzstück

Ohne Käse keine Jause. Auf einem guten Tiroler Jausenbrett findest du idealerweise zwei bis drei Sorten, die sich ergänzen:

Bergkäse fein-würzig – der sanfte Einstieg. Cremig, mild, mit einem leichten Alpenaroma. Perfekt für alle, die Käse nicht zu intensiv mögen. Unser Bergkäse fein-würzig von der Zillertaler BergSenn wird aus 100 % Heumilch hergestellt – das schmeckt man.

Bergkäse würzig – für alle, die es etwas kräftiger mögen. Länger gereift, mit einem intensiveren, nussigen Geschmack. Ein Käse, der Charakter zeigt. Unser Bergkäse würzig hat bereits mehrere Auszeichnungen eingeheimst – zu Recht.

Graukäse – der Eigenwillige – nicht für jeden, aber für echte Käseliebhaber ein Muss. Der Zillertaler Graukäse ist einer der ältesten Käse Tirols, fast fettfrei, intensiv im Geruch und unverwechselbar im Geschmack. Wer ihn einmal probiert hat, vergisst ihn nicht mehr. Den Graukäse „Der Echte" findest du bei uns im Shop.

🥩 Der Speck – unverzichtbar

Ein Jausenbrett ohne Speck? In Tirol undenkbar. Unser Speck wird nach einem aufwendigen Verfahren gewürzt, kalt geräuchert und dann monatelang in Bergluft gereift. Das Ergebnis ist ein tiefrotes, aromatisches Fleisch mit einem Geschmack, der sich von allem unterscheidet, was du im Supermarkt findest.

Unser Schinkenspeck von der Metzgerei Kammerlander ist mehrfach mit DLG-Gold ausgezeichnet – Tirols bekannteste Metzgerei seit Generationen. Hauchdünn aufgeschnitten serviert er sich am besten.

Wer es würziger mag: Die Kaminwurzen – luftgetrocknet, intensiv, ein perfekter Snack für zwischendurch.

🧈 Butter & Aufstriche

Zur Jause gehört gute Butter. Nicht die Packungsbutter vom Discounter – sondern echte Sennbutter aus dem Butterfass, frisch aus dem Zillertal. Der Unterschied ist sofort spürbar: cremiger, voller im Geschmack, mit einem leichten Gelbton vom Heugras.

Dazu passt wunderbar ein Grammelschmalz – dick auf Schwarzbrot, so wie man's in Tirol macht.

🍞 Das Brot

Brot aus der Region wäre ideal. Wenn nicht verfügbar: ein gutes Sauerteigbrot oder Schwarzbrot aus der Bäckerei. Das Brot ist der Träger – stabil genug, um Butter, Schmalz und Käse zu tragen, ohne sofort auseinanderzufallen.


Aufbau: So sieht ein echtes Tiroler Jausenbrett aus

Du brauchst kein Gastronomie-Equipment. Ein gutes Holzbrett reicht völlig.

  1. Das Brett vorbereiten – Käse mind. 20–30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Käse entfaltet bei Zimmertemperatur sein volles Aroma.
  2. Käse aufschneiden – nicht zu dünn, nicht zu dick. Etwa 4–5 mm. Den Graukäse etwas dicker, er ist intensiver. Mit einem guten Käsemesser arbeiten, damit die Scheiben nicht auseinanderfallen.
  3. Speck und Wurst anrichten – hauchdünn aufgeschnitten, leicht überlappend auf dem Brett verteilen. Kaminwurzen ganz lassen oder schräg anschneiden.
  4. Butter & Aufstriche in kleinen Schüsseln – Sennbutter und Grammelschmalz in kleinen Töpfchen neben dem Brett platzieren.
  5. Brot dazulegen – in mundgerechte Scheiben geschnitten, idealerweise leicht geröstet.
  6. Garnitur – ein paar Cornichons, Radieschen oder eingelegte Paprika machen das Brett frischer und farbiger. Optional: ein Klacks Senf.

Tiroler Jause für Gäste: Was du im Voraus planen solltest

Für eine Runde von 4–6 Personen als Hauptgericht brauchst du grob:

  • 300–400 g Käse (2–3 Sorten)
  • 200–300 g Speck / Wurst (1–2 Sorten)
  • 1 Packung Sennbutter
  • 1 Glas Grammelschmalz
  • 1 gutes Brot (ca. 500 g)

Als Vorspeise oder Snack reichen die halben Mengen locker.

Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, welche Kombinationen gut zusammenpassen – unsere Genusspakete sind genau dafür gemacht. Die Tiroler Brettljause für Freunde ist unser beliebtestes Paket für gesellige Abende.


Was dazu trinken?

Zur Tiroler Jause passt:

  • Ein gutes Bier – am liebsten ein Tiroler Märzen oder Helles
  • Ein trockener Weißwein – ein Grüner Veltliner aus Österreich harmoniert wunderbar mit Bergkäse
  • Buttermilch oder Almmilch – für die bodenständige Variante, so wie's die Senner machen
  • Most – süß-säuerlicher Apfelmost, traditionell und erfrischend

Fazit: Die Tiroler Jause ist mehr als ein Rezept

Eine Tiroler Jause lässt sich nicht auf eine Zutatenliste reduzieren. Es geht um das Ritual, um Entschleunigung, um das Bewusstsein für gute Lebensmittel. Und darum, dass Essen verbindet.

Die Grundlage dafür sind Produkte, die mit Sorgfalt hergestellt wurden – von Sennereien, die ihre Kühe auf echten Almen weiden lassen, und Metzgern, die ihrem Handwerk treu geblieben sind.

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