Heumilch ist Milch von Tieren, deren Fütterung dem Wechsel der Jahreszeiten folgt: Im Sommer stehen vor allem frische Gräser und Kräuter auf dem Speiseplan, im Winter überwiegend Heu. Vergorene Futtermittel wie Silage sind im Heumilch-Regulativ ausgeschlossen.
Was bedeutet Heumilch?
Der Begriff beschreibt in erster Linie die Fütterungsweise und die dafür geltenden Produktionsregeln. Heumilch kann von Kühen, Schafen oder Ziegen stammen. Sie ist nicht automatisch bio und sagt allein noch nichts über eine bestimmte Region, Hofgröße oder Haltungsform aus.
Was bedeutet g.t.S.?
Die Abkürzung g.t.S. steht für „garantiert traditionelle Spezialität“. Das EU-Zeichen schützt eine traditionelle Zusammensetzung oder Herstellungsweise. Anders als eine geschützte Ursprungsbezeichnung ist es nicht zwingend an eine einzige geografische Region gebunden.
Warum ist Heumilch für Käse interessant?
In vielen alpinen Käsereien wird Heumilch traditionell für länger gereifte Käse verwendet. Die Silagefreiheit ist dabei technologisch relevant, weil unerwünschte Gärprozesse bei der Käseherstellung vermieden werden sollen. Geschmack und Qualität hängen jedoch zusätzlich von Tierhaltung, Milchqualität, Kulturen, handwerklicher Verarbeitung und Reifezeit ab.
Heumilch ist kein pauschales Qualitätsversprechen
Ein Heumilch-Zeichen belegt bestimmte Produktionsregeln. Es bedeutet nicht automatisch, dass jeder daraus hergestellte Käse gleich schmeckt oder dieselbe Reife und Herkunft besitzt. Beim Kauf lohnt sich deshalb ein Blick auf:
- Milchart und Herkunft der Milch
- Hersteller oder Sennerei
- Reifezeit und Käseart
- Bio- oder weitere Gütesiegel
- vollständige Produktkennzeichnung
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