Ein Firmengeschenk scheitert selten am Geschmack. Es scheitert am Vorlauf, an unklaren Freibeträgen und an achtzig Adressen in einer schlecht gepflegten Tabelle. Diese Seite beantwortet die drei Fragen, die vor der Auswahl kommen: Was bleibt steuerfrei, ab welcher Stückzahl rechnet sich Personalisierung, und wie läuft eine größere Bestellung ab.
Was steuerfrei bleiben kann
Die Höchstbeträge werden regelmäßig verwechselt, weil sie unterschiedliche Dinge regeln. Der wichtigste Unterschied: Mitarbeitergeschenke und Kundengeschenke folgen völlig getrennten Regeln.
| Land und Fall | Betrag | Wofür |
|---|---|---|
| DE · Mitarbeiter, persönlicher Anlass | 60 € | Je Anlass: Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum, Geburt. Weihnachten zählt nicht als persönlicher Anlass. |
| DE · Mitarbeiter, anlasslos | 50 € | Monatlicher Sachbezug – das Instrument für Weihnachtsgeschenke. |
| DE · Kundengeschenk | 35 € | Betriebsausgabenabzug je Empfänger und Jahr. Andere Systematik als beim Mitarbeitergeschenk. |
| AT · Betriebsveranstaltung | 365 € | Jahresbetrag für die Teilnahme selbst. |
| AT · Sachzuwendung dabei | 186 € | Jahresbetrag, getrennt von den 365 € – aber gebunden an den Zusammenhang mit einer Betriebsveranstaltung. |
Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum. Weihnachten zählt nicht.
Monatlicher Sachbezug – für Weihnachtsgeschenke.
Je Empfänger und Jahr, Betriebsausgabenabzug.
Jahresbetrag für die Teilnahme.
Getrennt von den 365 €, an Betriebsveranstaltung gebunden.
Diese Übersicht ersetzt keine Steuerberatung. Die Voraussetzungen müssen im Einzelfall tatsächlich erfüllt sein, die Beträge sind nicht automatisch auf jedes Geschenk übertragbar, und die Regeln ändern sich. Vor größeren Aktionen mit der Steuerberatung abstimmen.
Was zu dokumentieren ist
Anlass und Datum, Empfängerkreis, Wert je Person – und bei österreichischen Jahresgrenzen, wie viel davon bereits ausgeschöpft wurde. Ein Genusspaket ist unstrittig ein Sachgeschenk; Bargeld wird anders beurteilt.
Die Vorfrage
Warum überhaupt Genuss statt Werbeartikel
Kugelschreiber, Tassen und Notizbücher sind praktisch — und austauschbar. Auch Wein oder Pralinen landen häufig in der nächsten Geschenkrunde. Eine regionale Genussbox verhält sich anders: Sie wird geöffnet, aufgeschnitten und gemeinsam gegessen.
Sie verschwindet
Genau das ist der Punkt. Was aufgegessen wird, steht nicht als Staubfänger herum und muss nicht weiterverschenkt werden. In Erinnerung bleibt der Anlass, nicht der Gegenstand.
Sie wird geteilt
Käse, Speck und Wurst laden zum Aufschneiden ein. Aus der Box wird die Jause im Büro oder der Abend mit der Familie — das Geschenk wirkt über den Empfänger hinaus.
Sie muss nicht laut sein
Eine persönliche Karte und eine sorgfältige Zusammenstellung vermitteln mehr Wertschätzung als ein großes Logo auf einem beliebigen Gegenstand. Regionalität lässt sich schmecken, nicht bedrucken.
Passend ist das für Weihnachten, Jubiläen, Projektabschlüsse, Tagungen und Presseevents gleichermaßen — der Umfang lässt sich von der kleinen Aufmerksamkeit bis zum großen Präsent anpassen.
Ab wann sich Personalisierung rechnet
Unter 50 Stück
Vorhandene Box mit persönlicher Karte oder Einleger. Sauber, schnell umsetzbar, ohne Sonderproduktion.
Ab etwa 50 Stück
Individuelle Drucksorten gehen wirtschaftlich auf: Banderole, Satinband, Aufkleber oder Siegel im Corporate Design.
Ab etwa 100 Stück
Eigenes Verpackungskonzept, mehrere Boxvarianten, besondere Papiere, unterschiedliche Grußtexte.
Ein Firmenlogo muss nicht groß auf jedem Produkt kleben, damit ein Geschenk persönlich wirkt. Eine schöne Karte oder eine Banderole im Unternehmensdesign wirkt meist hochwertiger als eine überladene Werbeverpackung. Die Originaletiketten und Pflichtangaben der Lebensmittel bleiben dabei selbstverständlich sichtbar.
Budget: Ab rund 50 Euro je Box lassen sich Produktauswahl, Verpackung und Abwicklung in einer Qualität umsetzen, die einem echten Firmengeschenk gerecht wird. Wir positionieren uns nicht als Low-Budget-Anbieter.
Warum Weihnachten im Sommer beginnt
Handwerklich gereifter Käse, Speck und Rohwurst entstehen nicht auf Knopfdruck. Bergkäse würzig braucht acht bis zehn Monate, Speck mindestens drei. Wer im November anfragt, wählt aus dem, was übrig ist.
Sommer bis früher Herbst: Budget, Empfängerzahl und Paketart klären.
September und Oktober: Mengen, Personalisierung und Adressdaten finalisieren.
November und Dezember: abgestimmtes Versandfenster umsetzen.
Das sind Empfehlungen, keine Liefergarantien – Verfügbarkeit und Zustellung hängen von Bestellmenge, Zieladressen, Feiertagen und Versanddienstleister ab.
Achtzig Empfänger, achtzig Adressen
Ein typischer Fall: Ein Teil des Teams im Büro, ein Teil im Homeoffice, alle an unterschiedlichen Adressen. So läuft das strukturiert ab.
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1Rahmen festlegen. Empfängerzahl, Budget, Lieferfenster und Ernährungswünsche. Vegetarische Varianten stellen wir als vollwertige, gleichwertige Boxen zusammen – nicht als abgespeckte Version.
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2Adressdaten vorbereiten. Eine gepflegte Tabelle mit Name, Straße, Postleitzahl, Ort und Land. Intern prüfen, bevor sie übergeben wird – das ist erfahrungsgemäß der häufigste Zeitfresser.
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3Sammel- oder Einzelversand entscheiden. Für Mitarbeitende im Büro ist Sammelversand an einen Standort meist sinnvoller, für Remote-Mitarbeitende der Direktversand.
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4Personalisierung abstimmen. Grußkarte, Logo und Text brauchen Vorlauf. Je früher freigegeben, desto verlässlicher die Verpackungsplanung.
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5Versandfenster wählen. Wir versenden Montag und Dienstag gekühlt, damit keine Sendung übers Wochenende im Verteilzentrum liegt.
Kühlware nach Deutschland
Käse, Speck und Wurst sind keine Bücher. Jedes Paket geht in einer gekühlten Box mit Hanfvlies und wiederverwendbaren Kühlakkus – kein Styropor, das Vlies ist nach DIN EN 13432 kompostierbar, der Karton FSC-zertifiziert.
Bei Direktversand an Privatadressen lohnt der Hinweis an die Empfänger, dass ein Lebensmittelpaket kommt und nicht lange vor der Tür stehen sollte. Bei Sammelversand an einen Firmenstandort ist das unkritisch.
Anfrage stellen
Konditionen für Firmen, Hotels und Wiederverkäufer, Mengenstaffeln und individuelle Zusammenstellungen laufen über die B2B-Seite. Wir schauen uns den konkreten Fall an, statt eine Standardliste zu schicken.
Fertige Pakete zum Ansehen gibt es unter Genusspakete und Tiroler Geschenkboxen.
Häufige Fragen
Wie viel darf ein Mitarbeitergeschenk in Deutschland kosten?
Bei einem persönlichen Anlass – Geburtstag, Hochzeit, Jubiläum, Geburt – sind 60 Euro je Anlass vorgesehen. Für anlasslose Zuwendungen wie Weihnachtsgeschenke gilt stattdessen der monatliche Sachbezug von 50 Euro. Weihnachten zählt ausdrücklich nicht als persönlicher Anlass. Die Voraussetzungen im Einzelfall mit der Steuerberatung klären.
Was gilt in Österreich?
Für die Teilnahme an Betriebsveranstaltungen sind 365 Euro jährlich vorgesehen, für dabei empfangene Sachzuwendungen zusätzlich 186 Euro jährlich. Beide Beträge sind an den Zusammenhang mit einer Betriebsveranstaltung gebunden und nicht automatisch auf jedes Geschenk übertragbar.
Ab welcher Stückzahl ist ein eigenes Design möglich?
Ab etwa 50 Stück gehen individuelle Drucksorten wirtschaftlich auf – Banderole, Satinband, Aufkleber oder Siegel. Ab rund 100 Stück lässt sich ein eigenes Verpackungskonzept umsetzen, auch mit mehreren Boxvarianten. Darunter empfiehlt sich eine vorhandene Box mit persönlicher Karte.
Was kostet eine Firmenbox?
Ab rund 50 Euro je Box lassen sich Produktauswahl, Verpackung und Abwicklung in einer Qualität umsetzen, die einem Firmengeschenk gerecht wird. Nach oben ist der Rahmen offen – mehr Budget bedeutet mehr Inhalt oder stärkeres Branding.
Wann sollte man für Weihnachten anfragen?
Im Sommer bis frühen Herbst. Handwerklich gereifter Käse und Speck brauchen Monate, und auch Verpackung, Personalisierung und Adressdaten wollen abgestimmt sein. Wer im November anfragt, wählt aus dem, was verfügbar ist.
Geht Einzelversand an Homeoffice-Adressen?
Ja. Dafür braucht es eine gepflegte Tabelle mit Name, Straße, Postleitzahl, Ort und Land. Für Mitarbeitende am Standort ist Sammelversand meist sinnvoller – beides lässt sich in einem Auftrag kombinieren.
Gibt es vegetarische Boxen?
Ja, als vollwertige und gleichwertige Zusammenstellung mit Käse, Honig, Mostarda, Aufstrichen und Süßem – nicht als Variante, bei der einfach der Speck fehlt.
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Was sich bei welcher Stückzahl umsetzen lässt, steht in Firmengeschenke ab 10, 25, 50 oder 100 Stück. Woran sich handwerkliche Qualität erkennen lässt, zeigt Handwerkliche Lebensmittel erkennen.
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